Osteopathie

„Den Körper

 zur Heilung ermutigen.“

 

Quelle unbekannt

Der Begriff `Osteopathie´ sorgt immer wieder für Verwirrung, da er in der direkten Übersetzung `Knochenkrankheit´  bedeuten könnte.

Dies ist aus den Anfängen der Osteopathie zu erklären, in denen überwiegend der Knochen (os) bewegt wurde um das Leiden (pathos) zu lindern…

 

Gemeint ist jedoch eine Behandlungsmethode, die eine freie Beweglichkeit aller Körpergewebe als Voraussetzung für die optimale Funktion des Organismus betrachtet. 

 

Nicht nur die Gelenke des Körpers, auch jedes innere Organ, jede Gewebefaser, jede einzelne Zelle muss sich in ihrem Rahmen frei bewegen können, um bestmöglich arbeiten zu können. 

Der Therapeut hat die Aufgabe, Einschränkungen der Gewebebeweglichkeit zu ertasten und diese zu beseitigen. 

Das Besondere osteopathischer Behandlungen bei Spürsinn

Meine zusätzliche Ausbildung in einer körperorientierten Technik der Traumabewältigung (Somatic Experiencing, SE) macht es möglich, insbesondere Funktionsstörungen mit psychosomatischem Ursprung oder nach klar traumatischen Ereignissen (z.B. Unfällen) durch eine Kombination beider Therapieansätze zu behandeln. 

Dadurch kann das Behandlungsziel mehr sein als die `nur´ die freie Beweglichkeit des Gewebes - darüber hinaus wird ein stimmiges Erleben von Körperfunktion, Emotion und Körpergefühl möglich…

 

Dabei geht es weder in den Osteopathie-Behandlungen, noch in der Verbindung mit Somatic Experiencing um `Wellness´-Stunden, sondern um die Bereitschaft und Neugierde zur Veränderung…

Der osteopathische Ansatz

Für die optimale Funktion des menschlichen Körpers müssen sich nach osteopathischer Auffassung neben der Psyche die drei Hauptsysteme des Körpers im Gleichklang befinden:

 

  1. der Bewegungsapparat:

              parietales System;

              Skelett und Muskulatur

 

  1. die inneren Organe: 

             viscerales System;

             Brust-, Bauch- und Beckenorgane

 

  1. die zentrale Steuerungsachse Schädelnähte- 

              Wirbelsäule- Kreuzbein: 

              craniosakrales System

 

Die Verknüpfung dieser Systeme untereinander leistet das BINDEGEWEBE (die Faszien), denn jede Körperzelle ist mit jeder anderen über das Bindegewebe verbunden. 

 

Sofern in einem dieser Systeme eine Funktionsstörung besteht, tritt in jedem Fall ein Ungleichgewicht ein, das die anderen Systeme notwendigerweise mit beeinflusst.

 

Der Ansatz osteopathischer Therapie ist demnach sehr oft, wenn auch nicht ausschließlich, die Behandlung des Bindegewebes!

Die Grenzen der Osteopathie

Sie kann all das behandeln, was in der Funktion gestört, jedoch nicht zerstört ist, also funktionelle Erkrankungen, die prinzipiell rückbildungsfähige Störungen hervorrufen.  

Alle Krankheitsbilder, bei denen Gewebestruktur unwiderruflich zerstört wurde, setzen der Osteopathie Grenzen: z.B. kann sie bei einem Schlaganfall, bei dem ja Nervengewebe zerstört wurde, nur eine Begleittherapie sein!

 

Ein anderes Beispiel:

Bei einem von Arthrose betroffenen Gelenk kann der Verlust von Gelenkknorpel nicht wieder aufgehoben werden, aber ein Großteil der schmerzhaften Auswirkungen im  das Geklenk umgebenden Gewebe kann gemildert werden. 

Beispiele für Funktionsstörungen, die der Osteopathie zugänglich sind 

 

Perinatale Funtionsstörungen

wie z.B. Funktionsstörungen des Beckens, die eine bevorstehende Entbindung ungünstig beeinflussen oder es einem Kind schwer machen, sich zum Beckeneingang zu wenden,

`Kreuzschmerzen´  in der Schwangerschaft, 

Brustwirbelsäulen-Schmerzen in der Stillzeit

 

Kopfschmerzen unterschiedlicher Ursache

wie z.B. Spannungskopfschmerz, Migräne, durch Kieferprobleme bedingte Gesichtschmerzen, Trigeminusneuralgie

 

Orthopädische Krankheitsbilder

wie z.B. HWS-Syndrom, Lumbalsyndrom, Ischialgien, Arthrose-bedingte Gelenkschmerzen, Sehnenentzündungen wie z.B. `Tennisellenbogen´

 

Gynäkologische /Urologische Beschwerden

z.B. Menstruations- und Zyklusstörungen, Blasenleiden

 

Magen-Darm-Beschwerden

z.B. Reizdarm mit Verstopfung und Durchfällen, Darmkrämpfe, Gallenblasenfunktionsstörungen 

Wie verläuft die Behandlung?

Je akuter eine funktionelle Störung ist, desto rascher ist deren Heilungsprozess auch oft in Gang gesetzt. Ein akut über Nacht aufgetretener `Schiefhals´ ist u.U. nach einer einzigen Behandlung wieder bereit, sich in der Körpermitte einzufinden; die Beschwerden eines vor Jahren stattgefundenen Schleudertraumas benötigen dagegen i.d.R. eine ganze Behandlungsserie.

Für eine Behandlungseinheit setze ich zumeist 50 min an (bei Säuglingen meist 25 min), die Behandlungsintervalle liegen je nach Beschwerdesituation zwischen 1x/Woche und 1x/alle 6 Wochen. 

 

In jedem Fall wird die Therapie aus einer behutsamen Lösung der ursächlichen Spannungszone bestehen.

 

Der Therapeut setzt dazu gezielte, zumeist sanfte Impulse am Bindegewebe, um den Körper zur Heilung zu ermutigen, denn:

 

Die Lösung einer Funktionseinschränkung trägt der Körper bereits in sich selbst;

der Therapeut öffnet nur zur rechten Zeit die Schleuse, damit der Fluss der Bewegung wieder seinen Weg findet...

Die Kosten

Eine Behandlungseinheit für die osteopathische Behandlung Erwachsener umfasst in meiner Praxis ca. 50 Minuten. Die Kosten hierfür betragen 80,00 €. 

Viele der gesetzlichen Krankenkassen beteiligen sich anteilig an den Kosten für eine begrenzte Anzahl von Behandlungen pro Jahr. Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem Versicherer über den genauen Umfang einer Unterstützung.

Auch die Privatversicherungen übernehmen i.d.R. einen hohen Anteil der entstehenden Kosten.

Eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker übernimmt zumeist 80-100% des Rechnungsbetrages.